26. September 2016

Montagsfrage: »Welches Buch hast du zuletzt aufgrund der Rezension eines anderen Buchbloggers gelesen?«

Vor zwei Monaten gab es eine Montagsfrage, in der ich nicht nur die eigentlichen Frage nach dem Konsum von Leseproben nachgegangen bin, sondern auch die (nicht gestellte) Frage beantwortet habe, wie ich meine Lektüre auswähle. Kurz zusammengefasst: schöne Cover und Klappentexte, Bibliotheksbesuche, Verlagsvorschauen und Freundinnen. Rezensionen bzw. Empfehlungen von Bloggern und YouTubern spielen in meinem Leseleben eher eine untergeordnete Rolle.

Noch vor einiger Zeit habe ich sehr viele Videos zum Thema Literatur auf YouTube gesehen. Rezensionen fand ich dabei meistens eher uninteressant, da die meisten der Booktuberinnen einen ganz anderen Lesegeschmack hatten als ich. Auch hatte ich oft den Eindruck, dass Rezensionen einfach den Inhalt wiedergaben und nichts über den Stil oder die Besonderheit des Buches verrieten - was das Wichtige für mich ist. Dennoch mochte/mag ich Videos, in denen ungelesenen oder neuen Bücher gezeigt werden...

...aber es wiederholte sich extrem, alle lasen das Gleiche und ich verstand den Grund dafür überhaupt nicht. Mein Geschmack war eben doch ein bisschen anders und ich war sehr lange auf der Suche nach einer Booktuberin, die sich ein bisschen von der Masse absetzt. Und ja, nach langer Zeit habe ich sie gefunden und ich mag ihre Empfehlungen sehr gerne. Von BuchGeschichten steht schon viel auf meiner Liste, aber gelesen habe ich davon noch nichts, aber »Meine geniale Freundin« ist schon in der Bibliothek bestellt.

Nichtsdestotrotz habe ich meine Liste angesehen und es gab ein paar Werke, die ich ohne Empfehlung von Booktuberinnen bzw. ohne den darum entstandenen Hype auf keinen Fall gelesen hätte und im Nachhineinen haben mir alle drei gefallen:

Im Januar habe ich »Raum« von Emma Donoghue gehört, ganz außergewöhnlich gut gelesen von Matthias Brandt. Grund hierfür war nicht nur, dass der Roman verfilmt wurde und ich davor noch das Hörbuch hören wollte, sondern dass es im letzten Jahr oft unter den Monatsrückblicken vieler Lesebegeisterten war und die Begeistung groß war.
»Der Marsianer« von Andy Weir, den ich im letzten Winter gelesen habe, entdeckte ich bei einem Video über Neuzugänge auf dem Kanal von Luna Wood. Ich wusste sofort, dass dieses Buch etwas für mich ist und es hat mich nicht enttäuscht.
Als drittes habe ich auf dem Kanal von booksandquills das Sommerbuch »We were liars«  von E. Lockhart im letzten Herbst gesehen und wollte sofort wissen, was das Rätsel und die überraschende Wende beinhaltet. Es war sehr mysteriös und hatte ein Ende mit dem ich nicht gerechnet hätte.

Ach ja, gerade heute Morgen habe ich wieder intensiver angefangen Videos zu schauen. Dafür habe ich meine Abonnentenliste erst einmal ordentlich aussortiert und freue mich jetzt wieder auf Empfehlungen, die meinem Geschmack entsprechen. Denn - das Leben ist zu kurz für blöde Bücher.



1 Kommentar:

  1. Da stimme ich dir zu 100% zu, das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Deshalb verlasse ich mich auch oft auf Empfehlungen meiner Freunde, die mich gut kennen.
    Liebe Grüße Yannah

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